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von mittel- zum toten meerhans schreibt: mein 2. mitpilgern bei steppps von tel aviv bis zum toten meer. ich treffe thomas, nachdem er mir per sms mitgeteilt hat welchen bus ich nehmen muss in einem kleinen ort suedlich von jaffa . alles klappt wunderbar und wir umarmen uns herzlich. wir wohnen abwechselnd bei 2 jungen familien mit kindern direkt am strand. es ist sehr eng, aber die menschen sind so nett, besonders gefaellt mir, wie liebevoll sie mit ihren kindern umgehen. 2 tagelang versuchen wir vergeblich thomas israel visum zu verlaengern und es gibt natuerlich viel zu erzaehlen nach einem jahr. dann gehen wir endlich– weiter richtung jerusalem. durch die netten gastgeber haben wir schon einige adressen fuer unterwegs. das gehen im schweigen tut mir gut. ich habe zuerst einmal an meinem eigenen inneren frieden zu arbeiten und die vielen inneren fragen zu beruhigen und einzusehen, das der frieden ein viel groesseres und wichtigeres projekt ist, als meine kleine persoenlichkeit. da kann ich viel von thomas lernen. wir uebernachten bei gilli in einem geodaetischem dom auf einer neu enstehenden biofarm, wie sie hier ueberall aus dem boden spriessen. dann geht es auf dem israeltrail weiter. neve shalom= neuer frieden ist ein dorf in dem israelis+palestinnser gemeinsam leben wollen und viel fuer den frieden tun. howard war unser gastgeber. ich lerne viel ueber die probleme und sichtweisen in diesem land. dann stoesst sandra aus lueneburg zu unserer kleinen paecewalk gruppe. wir kommen nach bethlehem in das palestinensergebiet. der separationwall aus naechster naehe- das kann man alles nicht verstehen, wenn man es nicht gesehen hat, so kompliziert sind hier die dinge. in bethlehem sind wir in einem franzoesischem nonnenkloster untergekommen. die nonnen kuemmern sich seit jahren um die unehelichen kinder der palestinenserfrauen, die sonst gefahr laufen= gesteinigt= zu werden. auf dem weg hierher waren wir immer in familien mit vielen kindern zu gast. die kinder sind die zukunft und die beste hoffnung auf frieden. ausserdem begleitete mich der spruch von den armen hirtenherzen und den weisen koenigshaeuptern, die durch die christussonne erwaermt und erleuchtet werden: damit gut werde, was wir aus herzen gruenden, aus haeuptern zielvoll fuehren wollen. sehr interessant war fuer mich zu erfahren, das die fridensorganisation=holy land trust= sich von einer politischen orientierung ausgehend jetzt mehr mit spirituellen methoden(meditation, gfk…) arbeitet und in kuenstlerischen methoden und frauenarbeit die groesseren friedenspotentiale sieht. von dem ort der geburt nach golgatha, jerusalem, der ewigen stadt. hier wohnten wir auf dem oelberg bei ibrahim, in seinem haus der offenen tuer und des friedens. baruch+shila, die thomas aus plum village kannte-beides alte friedensaktivisten+buddisten- haben uns viel geholfen, sogar einen besuch beim buergermeister organisiert. ich war sehr froh, das ich hier, wie auch in tel aviv an der buddistischen mittwoch sanga teilnehmen durfte. die metrhode des= loving speech= hat mich tief beeindruckt und ich glaube das sie wie nichts anderes ein mittel zum frieden sein kann, denn fuer mich beginnt der frieden schon zwischen 2 menschen, wenn sie liebevoll miteinander sprechen. in jerusalem gingen wir jeden tag den oelberg herunter durch das kidrontal+den garten gethsehmane, in die noch nicht himmlische stadt. wir besuchten auch das holocaustdenkmal auf dem mont herzl. sehr beeindruckend fuer mich, die architektur und besonders der andachtsraum fuer die kinder mit den 10000 lichtern und namen. von bethlehem nach jerusalem mussten wir durch den checkpoint gehen: eisengitter oben+an den seiten, drehkreuze, eine stimmung, die mich an kz erinnert hat-nicht schoen und eigentlich unvorstellbar, wenn man nicht selbst drin ist. vom oelberg auf der anderen seite herunter kommen wir nach bethanien, wo wir marylene treffen. sie ist ueber 80 und hat ihr ganzes leben in einem palestinensischen kinderhein den dortigen kindern geopfert. immer noch freudig und voller engagement fuer den frieden. ich war zutieftst beeindruckt von dieser frau, die das buch: die waisenkinder von bethanien geschrieben hat. dann ging es weiter in einem gewaltigen fussmarsch nach jericho, der aeltesten stadt, 400 meter unter dem meeresspiegel. immer an der strasse entlang durch eindlosen muell, weil kein anderer weg. aber hier kann ich am besten beim gehen fuer den frieden meditieren. jeder schritt achtsam und bewusst traegt mich weiter, nicht nur im aeusseren, sondern auch in meiner meditation. ich drehe mich nicht mehr im kreis, das gehen ist sehr hilfreich, besonders, wenn bergauf. allerdings ging es hier 400 meter nur bergab und das gab muskelkater in den wadeln, aber thomas ist so ein guter pilgerervater, der das wohl seiner mitpilger immer mit fuehlend im auge hat und pausen und den richtgen worten aussen wie innen sehr gut begleitet. vor jericho das ecome-center. hier beeindruckte mich, das der oeko-ansatz noch mit einer sehr bewussten spirituell-meditativen arbeitsmethode begleitet wird. so war die frage eines volunteers im morgenkreis: wie meditiert ihr den eigentlich? darauf wurde sofort im sharing geantwortet und es sogar zum abendtoppic gemacht. thomas hat heute in ramallah sein visum fuer jordanien erhalten und so werden wir uns eine weile trennen, weil ich noch eine arbeit am see genezareth zu tun habe und er in jordanien. wir wollen uns dann im eco-me-center wiedertreffen um ein stueck gemeinsam durch die wueste juda zu gehehen. 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